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Vorbereitungen

Reisevorbereitungen

Eine Pilgerfahrt sollte gut vorbereitet sein

Eine Pilgerfahrt ist keine Spazierfahrt. Damit sie erfolgreich verläuft, sollte sie möglichst gut vorbereitet sein. Die Fahrt führt über lange Strecken durch unbesiedelte Naturlandschaften. Bei einer technischen Panne ist Hilfe schwer zu bekommen. Besondere Ausrüstung für extreme Witterungsverhältnisse kann nicht beschafft werden.
Auch wir haben unsere Pilgerfahrt entsprechend vorbereitet. In meinem Buch widme ich mich ausführlich den Reisevorbereitungen, weil es unsere erste mehrwöchige Fahrradreise war. Nach umfassender Recherche wurden Pilgerroute, Ausstattung der Fahrräder, technische Geräte und mitzuführendes Reisegepäck ausgewählt. In unserem Fall musste sich die Regenausrüstung besonders beweisen, da unsere Pilgerfahrt in den Zeitraum der “Jahrhundertflut 2013” fiel. Die bei der Vorbereitung erstellten Tabellen und Checklisten sind im Download-Bereich zum Buch bereitgestellt. Die Unterlagen können Sie leicht für Ihre eigene Pilgerfahrt anpassen und nutzen. Auf den nächsten Zeilen erhalten Sie einen Einblick in einige der behandelten Themen.



Eine kurze Pause um die Landschaft zu genießen


Landkarten, Navigationsgeräte
Bei der Vorbereitung ist festzulegen, ob Sie ergänzend zur Kennzeichnung der Jakobswege Ihre Navigation auf Landkarten in Papierform, auf Landkarten elektronischer Form (z. B. auf einem Tablet-PC) oder auf ein Navigationsgerät stützen wollen. Zur Navigation lassen sich auch die mittlerweile verbreiteten Smartphones mit geeigneten Apps einsetzen. Möchten Sie Ihren gefahrenen Weg als sog. Track aufzeichnen, müssen die Geräte dafür geeignet sein. Mit passender PC-Software lassen sich gpx-Dateien für die geplante Wegstrecke aufbereiten.

Wetter, Unterkünfte, Pilgersaison
Die Ausrüstung und die zu erwartende Witterung hängt von der Jahreszeit ab, in der Sie die Pilgerfahrt aufnehmen. Die an der Wegstrecke zu erwartenden Unterkünfte und deren Auslastung zur geplanten Zeitspanne sind zu berücksichtigen. Eine hohes Aufkommen an Pilgern ist zu bestimmten Christlichen Feiertagen zu erwarten.

Anreise, Rückreise
Gegebenenfalls ist die Anreise für Sie, Ihr Fahrrad und Ihr Gepäck zum Ausgangspunkt Ihrer Pilgerfahrt zu organisieren. In unserem Fall sind wir direkt vor unserer Haustür gestartet. Wollen Sie den Pilgerweg - wie üblich - nur in einer Fahrtrichtung bewältigen, ist eine entsprechende Rückreise zu planen.

Wahl der Fahrräder
Die Fahrräder sind nach Ihrem individuellen Bedarf und der zu erwartenden Streckenbeschaffenheit auszuwählen bzw. nachzurüsten. In unserem Fall hatte ich ein Anforderungsprofil zur Orientierung aufgestellt (Ihres kann natürlich davon abweichen):
- Leichtlaufeigenschaften für hohe Streckenfahrleistung
- Schaltungsuntersetzungen zur Befahrung mittlerer Steigungen
- Stabilität und Dämpfung für mittleres Gelände, wie Feld- und Wirtschaftswege
- Gepäckträger mit einer minimalen Gepäckbelastung von 20 kg
- Rahmengeometrie ermöglich entspannte Körperhaltung
- Ergonomisch ausgeführte Lenkergriffe und Sattel
- StVO-Ausstattung (Beleuchtungsanlage für Dauerbetrieb)
- Trinkflaschenhalterungen, diebstahlsicheres Schloss (Rahmenmontage), Schutzbleche
- Möglichst pannensichere Bereifung und Schläuche mit Autoventilen
- Luftpumpe mit Manometer
- Damenrahmen für meine Frau (das beladene Rad muss sicher zu besteigen sein)


Das Navigationsgerät führt sicher auf dem manchmal versteckten Pfad


Reisegepäck
Für die Zusammenstellung Ihres individuellen Reisegepäcks sollten Sie ausreichend Zeit einplanen. Und Sie sollten auch über den vermeintlich unverzichtbaren Umfang des Reisegepäcks nachdenken. Es gilt die Regel: Lieber etwas zu wenig Gepäck mitnehmen als zuviel. Denn jedes eingesparte Kilo Gepäck müssen Sie auf der Pilgerfahrt nicht mehr mühevoll über die Berge befördern. Gerade auf deutschen Jakobswegen lassen sich viele Artikel des täglichen Bedarfs, wie Körperpflegemittel können Sie auch unterwegs in den größeren Orten und Städten beschaffen.
Sollte Sie jedoch die Pilgerfahrt im Frühjahr oder Spätherbst unternehmen, sind insbesondere für die höherliegenden Wegstrecken warme Bekleidung, Handschuhe, Mütze etc. erforderlich. Zur Vermeidung von Gepäckgewicht hat sich das „Zwiebelprinzip“ bewährt, das heißt sie tragen bei kalter Witterung mehrere Kleidungsstücke übereinander. Obligatorisch gehört „echte“ Regenkleidung zum Gepäck. Es muss davon ausgegangen werden, dass auch längere Streckenabschnitte im Regen zurückzulegen sind. Die gewählte Jacke und Hose sollten winddicht, mehrere Stunden regendicht, ausreichend atmungsaktiv und großzügige Bewegungsfreiheit lassen. Zudem sollte die Jacke eine Kapuze ausweisen, oder Sie setzen bei Nutzung eines Fahrradhelms eine Regenhaube ein. Auf gesonderte Regenschuhe haben wir verzichtet. Stattdessen verwendeten wir Regengamaschen.
Wer mehrere technische Geräte auf die Pilgerfahrt mitnimmt, muss sich um deren Stromversorgung kümmern. Bei uns sind es zwei Smartphones, zwei Navigationsgeräte, ein Tablet-PC inkl. Bluetooth-Tastatur und zwei Fotokameras. Ideal sind leichte Reiseladegeräte, um Gewicht einzusparen. Denken Sie auch an einen Ersatzakkus das Navigationsgerät. Für Geräte mit USB-Ladegerät können zur Gerätereduzierung auch Ladegeräte mit je zwei Ladeports eingesetzt werden. Da gerade bei einfachen Unterkünften ist eher von einer Steckdosen-Untervorsorgung auszugehen.


Abends müssen die Akkus der technischen Geräte wieder geladen werden



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